Das Cologne Metal Festival feierte sein fünfjähriges Bestehen Das Cologne Metal Festival feierte sein fünfjähriges Bestehen
Zu seinem fünfjährigen Jubiläum bot das Cologne Metal Festival dieses Jahr eine ganz besonders bunte Auswahl an Bands aus allen Ecken und Nischen des Genres. ... Das Cologne Metal Festival feierte sein fünfjähriges Bestehen

Zu seinem fünfjährigen Jubiläum bot das Cologne Metal Festival dieses Jahr eine ganz besonders bunte Auswahl an Bands aus allen Ecken und Nischen des Genres.  Die Stimmung war toll, das Bier schmeckte zu einem genialen Preis noch besser als sonst und die veganen Speisen standen den perfekt nachempfundenen fleischhältigen Originalen in nichts nach.   

Wieder einmal erhörten wir den Ruf und fanden uns ein in den Hallen des Kölner Kulturbunkers. Schon früh begaben sich etliche Metalheads zum Veranstaltungsort, an dem es um 13 Uhr losgehen sollte. Nicht nur der bekanntermaßen günstigen Getränke und des familiären Flairs wegen, denn auch musiktechnisch wurde wieder einiges geboten. Die ersten beiden Bands Temprage und Divine : Zero haben wir zwar leider verpasst, sollen aber laut Aussage einiger Festivalbesucher gut gewesen sein. Auch die darauffolgenden Bands überzeugten mit Können und machten allesamt mächtig Stimmung. Ein paar der Auftritte werden wir hier näher beschreiben:

Zum fünfjährigen Jubiläum gab sich Pete Rode, einer der Gastgeber, mit seiner Band „Mortal Peril“ auf der Bühne die Ehre. Lupenreiner Thrash Metal feinster Güte wurde dargeboten. Nicht umsonst erinnerte deren Sänger von Aussehen und Auftreten ein wenig an einen jungen Mille Petrozza von Kreator.

Zudem stand dieses Festival ein wenig im Zeichen der Frauen. Gleich drei Bands standen im Fokus, bei denen das angeblich so zarte Geschlecht eine essentielle Rolle spielt.

Bei „Reptil“ wandelte eine junge, wüst gestylte Maid umher und verlieh dem postapokalyptisch angehauchten mit elektronischen Einarbeitungen versehenen Sound noch mehr Ausdruck. Hierbei bewies sie Mut zu bizarrer Optik und skurriler Inszenierung. Insgesamt waren alle Protagonisten auf der Bühne in ihrem Element und übertünchten durch ihre Showeinlagen kleinere Mängel in ihrer musikalischen Darbietung, die manch einen an eine verrückte Verschmelzung von Ministry mit Devin Townsend erinnerte.

Auch in einer gewissen Weise ungewöhnlich war der Auftritt der Melodic Black Metaller „Atrium  Noctis“ um Bandgründerin und Keyboarderin Hydra Gorgonia. Nicht allzu oft bekommt man zu Gesicht, daß der Schlagzeugposten ohne menschlichen Vertreter bedient wird. Die Felle trommelte an diesem Abend digital ein leider nicht ganz so zuverlässiger Drumcomputer. Aber die Musiker ließen sich davon nicht aus der Bahn werfen und zogen souverän ihr Programm durch. Der kleine technische Fauxpas schmälerte nicht die solide musikalische Leistung.

Die Dritten im Circulus Feminae waren die Old School Deather von „Sabiendas“. Auch bei dieser Truppe ist eine Frau für den Erfolg verantwortlich. Die äußerst sympathische Gitarristin Alex packte mit ihren Kollegen sogleich den Hammer aus und dreschte ordentlich darauf los, um mit rasantem Gepolter dem Publikum das Gehör wegzublasen. Sänger Jan hat nicht nur die Statur eines Bären, sondern brummt auch genauso bedrohlich ins Mikrofon. Einer der gelungensten Auftritte in einer ganzen Reihe guter Präsentationen an diesem Tag.

Reptil

Zu diesen Vertretern gehörten auch zweifelsfrei „The Helldozers“ Zu Beginn verteilten sie zunächst an die Kopfschwinger an vorderster Front Spirituosen. Diese kleine Geste benötigten sie doch wahrlich nicht, um Aufmerksamkeit zu generieren – die bekamen sie auch so. Ihr fetziger Southern / Groove Metal brachte das Publikum gehörig zum Mitwippen.

„Stormage“, die sich bemerkenswerterweise seit ihrer Gründung in ein und derselben Formation  befinden, deckten den klassischen Heavy Metal – Bereich ab.

„Sic Zone“ machten ihrem Namen alle Ehren und verwandelten den Moshpit ebenfalls in einen „üblen Bereich“, wo es zu modern interpretierten Klängen ordentlich abging. Zu ihnen gesellten sich Darsteller, die eine Visualisierung der extremen Marschrichtung zeigten, inklusive Untoten-Trommel-Ensemble.

Den Abschluß bereiteten dieses Mal „Pyogenesis“, die in den Anfängen ihrer bereits über fünfundzwanzig Jahre währenden Historie noch Doom/Death Metal spielten und nun schon seit über zwei Dekaden massenkompatiblen Alternativ Rock / Metal zelebrieren. Mit dieser Konfiguration brachten sie nochmals die zahlreich verbliebenen Zuschauer in Wallung.

Nebst den bereits Genannten gaben noch die Thrash Metaller „Temprage“, „Divine : Zero“, die eine Mischung aus Melodic Death und Thrash Metal spielten, sowie die Alternativ Rocker „When Stars collide“ ihr Können zum Besten.

Mortal Peril

Insgesamt waren die Veranstalter mit dem Verlauf des diesjährigen Zusammentreffens sehr zufrieden. Ein recht reibungsloser Ablauf bei gestiegener Besucherzahl, sowie eine stets gute Stimmung trugen maßgeblich zu diesem Fazit bei.

Auch das dieses Jahr rein vegane kulinarische Angebot erfreute sich großer Beliebtheit und setzte sich aus mehreren wunderbar gekochten veganen Speisen zusammen. Das Sojagulyas schmeckte wie das beste Rindsgulyas und auch das Chili sin Carne stand der fleischhaltigen Version in nichts nach.

Die Karnivoren unter den Gästen mußten auch nicht darben, da sich im bequemen Einzugsbereich des Veranstaltungsgeländes mehrere Imbisslokale befinden.

Veranstaltungsort: 

Sabiendas

Die höheren Etagen sind über einen beidseitigen Treppenzugang oder sogar über einen Aufzug erreichbar. Der 235 qm große Saal inkl. Bühne (40 qm) im 2. OG mit Empore (60 qm) im 3. OG verfügt über ein 50 qm großes Foyer und eine 100 qm große Dachterrasse, auf welcher die Getränke, warmes Essen bereitgestellt wurden

Das Haus ist stufenlos begehbar. Die Veranstaltungsräume sind über einen Aufzug zu erreichen. Auch eine rollstuhlgerechte Toilette und ein Wickelraum sind vorhanden.

Der Eintritt von 12,- ist mehr als fair. Absolut empfehlenswert!

Das Linup: Temprage, Divine : Zero, Atrium Noctis, Reptil, The Helldozers, When Stars collide, Mortal Peril, Sabiendas, Stormage, Sic Zone, Pyogenesis

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Nachbericht: Daniel Oestreich

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