Chronische Abstoßung von Nierentransplantaten vielleicht bald lösbar Chronische Abstoßung von Nierentransplantaten vielleicht bald lösbar
Biologen der Universität Konstanz unterdrücken durch Hemmung von Immunproteasomen eine chronische Abstoßung von Nierentransplantaten. Chronische Abstoßung von Nierentransplantaten vielleicht bald lösbar

Biologen der Universität Konstanz unterdrücken durch Hemmung von Immunproteasomen eine chronische Abstoßung von Nierentransplantaten.

Innerhalb von zehn Jahren nach einer Nierentransplantation werden leider immer noch ungefähr die Hälfte der transplantierten Nieren durch Antikörper abgestoßen. Gegen diese chronische Abstoßung gab es bisher auch kaum eine wirksame medikamentöse Abwehr. Nicht-selektive Proteasomhemmer können zwar die durch Antikörper verursachte Abstoßung von Transplantaten unterdrücken, sind aber aufgrund starker Nebenwirkungen nur bedingt einsetzbar.

Immunproteasomhemmer  hingegen haben sich bei Autoimmunerkrankungen als effektiv erwiesen ohne offensichtlich erkennbare Nebenwirkungen. Durch die Hemmung des Immunproteasoms könnten offenbar die aktivierten Plasmazellen, die die Antikörper gegen die Transplantatniere produzieren, abgetötet werden. Die selektive Immunproteasomhemmung durch den Hemmer ONX 0914 reduzierte die Anzahl von B- und Plasmazellen und unterdrückte die Produktion der eigenen Antikörper.

UniKN_Bio_Groettrup

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Die Ergebnisse der Forschergruppe um den Konstanzer Immunologen Prof. Dr. Marcus Groettrup und den urologischen Chirurgen vom Cancer Institute Chongqing in China, Dr. Jun Li, wurden nun im renommierten Fachjournal „Kidney International“ mit dem Titel: „Immunoproteasome inhibition prevents chronic antibody-mediated allograft rejection in renal transplantation“ veröffentlicht. Sie lassen darauf schließen, dass Immunproteasomhemmung ein vielversprechender Therapieansatz bei der Behandlung chronischer, durch Antikörper verursachter Abstoßung sein kann.

Groettrups Strukturmodell des Immunproteasoms gilt als grundlegend für die Entwicklung von Wirkstoffen gegen Autoimmunerkrankungen wie Diabetes, rheumatoide Arthritis und Multiple Sklerose. Bereits Anfang der 2000er-Jahre gelang es Groettrup, das Immunproteasom als Regulator für die Botenstoffe zu eruieren, die Autoimmunerkrankungen verursachen. Eine pharmazeutische Entwicklung von Hemmstoffen, die gezielt das Immunproteasom ausschalten, könnte eine der Bekämpfung von Autoimmunerkrankungen und Organspendenempfängern dienen, ohne gleichzeitig das gesamte Immunsystem des Körpers zu schwächen.

Quelle: Uni Kontsanz

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Lydia Dr. Polwin-Plass

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