ANNIHILATOR – FOR THE DEMENTED ANNIHILATOR – FOR THE DEMENTED
Für „For The Demented“ gehen ANNIHILATOR zurück zu ihren Wurzeln. Jeff Waters und seine jungen Genossen thrashen aber munter und frisch daher, statt sich... ANNIHILATOR – FOR THE DEMENTED

Für „For The Demented“ gehen ANNIHILATOR zurück zu ihren Wurzeln. Jeff Waters und seine jungen Genossen thrashen aber munter und frisch daher, statt sich selber zu kopieren. So bohren ANNIHILATOR aus besten Erfahrungen ein geniales Trash Metal-Brett und zimmern mit „For The Demented“ das stärkste ANNIHILATOR-Album der letzten Jahre zusammen.  

Seit 1989 beliefert uns ANNIHILATOR – also die wechselnden Mannen um Mastermind und Gitarrenheld Jeff Waters – regelmäßig mit Trash Metal-Granaten in verschiedensten Variationen. Für “For The Demented” besinnt sich Waters seiner Wurzeln und  referenziert den Sound der frühen ANNIHILATOR-Jahre.

„Bei diesem Album war es für mich an der Zeit zu analysieren, was mir die Fans über die Jahre erzählt haben. Es war auch an der Zeit nachzudenken, warum die frühen ANNIHILATOR “thrash-meets-melodic”- Songs Vielen ins Ohr gegangen sind. Natürlich ist es klar, dass ich nicht allein zurückgegangen bin und mich durch die ANNIHILATOR Historie gewühlt habe. Mein Bassist der letzten Jahre, Rich Hinks, hat mir dabei sehr geholfen.“ sagt Jeff Waters zu der Ausrichtung von „For The Demented“.

Auch wenn Anleihen an frühe Jahre Pate für “For the Demented” standen, klingen die Songs aber knackig frisch und thrashen fast jugendlich frei daher. Direkt der Opener “Twisted Lobotomy” lässt es richtig krachen und hätte auch gut vom Erstlingswerk „Alison Hell“ stammen können. Jeff Waters hat nichts verlernt und liefert sein typisches Gitarren-Gewitter. Auch der zweite Song „One To Kill“ geht genauso in die Vollen, rifft aber eher im Stile von „King of the Kill“/“Refresh the Demon“. Der Titelsong „For The Demented“ drosselt zwar die Geschwindigkeit etwas, groovet aber gnadenlos. Das balladeske „Piece Of You“ ist ruhig, aber dennoch kraftvoll mitreißend. Besonders der Refrain setzt sich schnell in den Gehirnwindungen fest. „The Demon You Know“ ist ein ANNIHILATOR-typisches Riff-Monster Die beiden letztgenannten Songs hätten übrigens gut auf der „Set the World on Fire“ Platz gehabt. „Phantom Asylum“ ist wiederum ein typischer Song aus der Feder von Jeff Waters – eine Trash Metal-Granate, riffig, groovig stampfend, ein bisschen psycho – typisch, aber frisch. „Altering the Altar“ erhöht dann wieder die Geschwindigkeit. Ungewöhnlicher Weise wird der Song von atmosphärischen Keyboards unterstützt. Gerade bei den Gitarrensoli zeigen sich bei diesem Song Anleihen an frühere Meisterwerke. „The Way“ hat einen ordentlichen Rock`n`Roll-Einschlag und ist etwas ANNIHILATOR-untypisch. Dennoch kommt der Song ehrlich und authentisch rüber und macht irgendwie Spaß. Das Gitarren-Instrumentalstück „Dark“ ist ein gutes Beispiel, wie atmosphärische Metal-Gitarre klingen kann.  Der Abschluss-Song „Not All There“ ist ein perfektes Beispiel für melodiösen Thrash Metal mit Gefühl und Tiefgang, wie man ihn von ANNIHILATOR seit mittlerweile 16 Werken kennt, auch wenn die Gitarre am Schluss des Songs eher ungewohnt klingt.

Insgesamt sei Eines zuerst gesagt: Jeff Waters ist ein absoluter Gitarrenheld und ein wahrer Riff-Gott. Seine Gitarrenarbeit ist sensationell. „For The Demented“ ist der nächste klare Beweis dafür. Ebenso wird auf dem neuen Silberling wieder einmal bewiesen, dass Jeff Waters die begnadete Gabe hat, melodiös-groovende Trash Metal-Songs in verschiedensten Geschwindigkeiten und Facetten zu komponieren, die dazu auch noch alle für sich zünden. Auf „For The Demented“ ist jeder einzelne Song von allerhöchster Güte – egal wer singt. Auch wenn es Jeff Waters mal wieder höchstpersönlich ist. Die Orientierung an alter Klasse und moderner Frische tut ANNIHILATOR sichtlich gut und macht „For The Demented“ zum stärksten ANNIHILATOR-Werk der letzten Jahre. Dass ANNIHILATOR-Songs zudem generell Pit-Granaten sind, werden ANNIHILATOR auf der anstehenden Tour locker mal wieder unter Beweis stellen. Die Vorfreude darf also groß sein.

Review: Michael Glaeser

Anspieltipp: „Twisted Lobotomy“, „One To Kill“, „Pieces of You“, „Altering the Altar“

Hörprobe auf Youtube von „Twisted Lobotomy“:

Tracks

  1. Twisted Lobotomy
  2. One to Kill
  3. For the Demented
  4. Pieces of You
  5. The Demon You Know
  6. Phantom Asylum
  7. Altering the Alter
  8. The Way
  9. Dark
  10. Not All There

Line up: Jeff Waters – Gitarre, Vocals, Fabio Alessandrini – Drums, Rich Hinks – Bass, Aaron Homma – Gitarre

Weitere Releases findet Ihr unter dem Menüpunkt “Releases” auf Metalogy.de, dem etwas anderen Metal Magazin.
Metalogy.de, das Wissensmagazin für Metalheads und Rockfans sucht übrigens dringend Sponsoren, Werbekunden und Unterstützer.

Im Google-Ranking befindet sich Metalogy auf Platz 3 /Seite 1 der Metal-Magazin-Suche.
Wir würden uns sehr freuen, wenn du unsere Artikel, Termine und Beiträge in den sozialen Netzwerken teilen und die neue Metalogy.de Facebook Seite unter https://www.facebook.com/metalogy.de liken und deine Freunde dazu einladen würdest.

Denn Heavy Metal ist nicht nur eine Musikrichtung sondern eine Lebenseinstellung.
Vielen Dank für deinen Support.

Das interessiert euch bestimmt auch:

Reviews