Accept „The Rise of Chaos“-Tour 2018 – Nachbericht Accept „The Rise of Chaos“-Tour 2018 – Nachbericht
Mit der „The Rise of Chaos“-Tour präsentieren „Accept“ fulminant ihr fünfzehntes Album und zugleich Werk Nummer vier nach der Ära Dirkschneider. Am Sonntag, den... Accept „The Rise of Chaos“-Tour 2018 – Nachbericht

Mit der „The Rise of Chaos“-Tour präsentieren „Accept“ fulminant ihr fünfzehntes Album und zugleich Werk Nummer vier nach der Ära Dirkschneider. Am Sonntag, den 04. Februar, war die Frankfurter Batschkapp Schauplatz eines Musikereignisses höchster Güte.

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt fanden sich etliche Zuschauer in die „kuschelige“ Batschkapp ein. Nahezu brechend voll drohte die Halle zunächst vor Besuchern überzuquellen.

Accept_Tornillo_Hoffmann_Foto: Daniel Oestreich

Accept_Tornillo_Hoffmann_Foto: Daniel Oestreich

Man fühlte sich gewissermaßen an alte Zeiten erinnert, in der die Frankfurter Kultstätte stets gerappelt gefüllt war, mit dem Unterschied, dass sie heute am neuen Standort um ein Vielfaches größer ist und deutlich mehr Platz bietet.

Doch diesbezüglich war auch ein seltsames, bei Konzerten ab und zu auftauchendes Phänomen zu beobachten.

Im Eingangsbereich war anfangs aufgrund des dichten Gedränges kaum ein Durchkommen. Einmal jedoch vorne angelangt, konnte man sich einer gewissen Bewegungsfreiheit erfreuen.

Accept2_Z

Accept_Foto: Daniel Oestreich

Als Unterstützer hatten die Veteranen von „Accept“ die im hohen Maße live-erprobten „Night Demon“ im Gepäck..

Die umjubelten Amis von der Westküste legten den Grundstein ihres Stils, der auch Spuren traditionellen Metals US-amerikanischer Prägung enthält, auf die „New Wave of British Heavy Metal“ á la „Iron Maiden“ und „Diamond Head“.  Mit Liedern wie „Screaming in the Night“ und „Run for your Life“ wussten sie die Anwesenden zu begeistern.

Der Auftritt ihres Maskottchens „Rocky“, ein kuttetragendes Skelett samt güldenem Kelch, durfte beim Titel „The Chalice„ natürlich auch nicht fehlen.

Wie schon, unter anderem auf dem letztjährigen Summer Breeze, konnte die Band unter Beweis stellen, dass amerikanischer Heavy Metal, auch wenn er hier sehr britisch geprägt ist, weiterhin tolle Gruppierungen hervorbringt.

Night Demon_Rocky_Foto: Daniel Oestreich

Night Demon_Rocky_Foto: Daniel Oestreich

Auch in der Epoche ohne Udo ziehen „Accept“ reichlich Anhänger zu den Konzerten. Denn auch wenn Udo Dirkschneider die Band stark mitgeprägt hat, zeigt diese eindrucksvoll, dass auch so etwas Einschneidendes wie ein Sängerwechsel ganz gut kompensiert werden kann. Sofern adäquater Ersatz gefunden wird. Und das haben sie mit dem aktuellen Sänger, dem US-Amerikaner Mark Tornillo, der ebenfalls eine richtige Heavy Metal Granate ist und, eingefleischte Anhänger der ersten Stunde werden bestimmt ein wenig anders denken, sich als würdiger und gleichwertiger Ersatz erweist. Seit über sieben Jahren ist er nun an der Seite der beiden Gründungsmitglieder Wolf Hoffmann und Peter Baltes.

Accept_Tornillo_Hoffmann_Foto: Daniel Oestreich

Accept_Tornillo_Hoffmann_Foto: Daniel Oestreich

Man sieht und hört, dass die Chemie zwischen ihnen außerordentlich gut stimmt.

Zusammen mit dem ehemaligen „Grave Digger“- und „Rebellion“- Mastermind Uwe Lulis und dem noch eher unbekannteren, aber sehr talentierten Schlagzeuger Christopher Williams veranstalteten die „alten“ Showhasen einen Riesenfez auf der Bühne.

Wie Jungspunde hüpften sie umher, lieferten sich kleine, musikalische Wettstreite und brachten einen Kracher nach dem anderen.

Wo sich manche Musiker in düsterer Beleuchtung fast schon vor dem Publikum verstecken, präsentieren sie ihre etlichen Klassiker in hellem Scheinwerferlicht.

Altbekannte Titel wie „Restless and Wild“, „Princess of the Dark“ oder auch Kreationen neueren Schaffens wie „Shadow Soldiers“ und „Die by the Sword“ sorgten für eine rege Beteiligung des Publikums. Gegen Ende der Vorführung kam es zur

Accept_Christopher Williams_Foto: Daniel Oestreich

Accept_Christopher Williams_Foto: Daniel Oestreich

Krönung der Liederauswahl, als heiß erwartete Werke wie „Fast as a Shark“, „Metal Heart“, das mit einer wilden Schlagzeugeinlage beendet wurde und das abschließende „Balls to the Walls“ vorgetragen wurden.

Somit ließen die fünf Mannen kaum Wünsche ihrer Fans offen.

Nicht nur für die Spielenden war es an diesem Abend eine schweißtreibende Angelegenheit. Auch die Hörerschaft kam im dichten Gedränge gehörig ins Schwitzen. Doch gelohnt hat es sich für alle Beteiligten.

Nach zwei Stunden Spielzeit war die Anhängerschaft sehr zufrieden mit dem Gebotenen und gönnte den Musikern, allen voran Tornillos Stimme, die wohlverdiente Pause.

Nachbericht: Daniel Oestreich

Das interessiert euch bestimmt auch:

Rueckblicke